Mein Anreisetag nach England
Am frühen Morgen begann meine Reise nach England. Meine Eltern begleiteten mich zum Flughafen, wo wir uns nach dem Check-in voneinander verabschiedeten. Anschließend begab ich mich allein durch die Sicherheitskontrolle - ab diesem Moment war ich auf mich gestellt und meine Reise ins Ausland begann nun richtig. Es war ein aufregendes Gefühl, ganz alleine in ein fremdes Land zu reisen und ich war gleichermaßen gespannt wie nervös. Nachdem ich das Gate gefunden hatte, stieg ich in das Flugzeug, das mich nach England bringen sollte. Der Flug dauerte ungefähr 1 Stunde und 45 Minuten und verlief reibungslos. Während des Fluges dachte ich viel über die kommenden Wochen nach und stellte mir vor, wie das Leben in der Gastfamilie und meine Arbeitserfahrungen in Bournemouth wohl sein würden. Nach der Landung am Flughafen in England begann die nächste Herausforderung: Ich musste die Person finden, die mich in Empfang nehmen und nach Bournemouth bringen sollte. Ich suchte eine Weile nach dem Abholer Andy und traf schließlich auf einen Mann namens Andi. Leider stellte sich heraus, dass er nicht derjenige war, der mich eigentlich abholen sollte. Zum Glück war dieser Andi sehr hilfsbereit - er kontaktierte den richtigen Fahrer Andy. Wenig später traf dieser dann am Flughafen ein und holte mich ab. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg nach Bournemouth. Die Autofahrt dauerte etwa zwei Stunden. Während der Fahrt hatte ich Gelegenheit, erste Eindrücke von der englischen Landschaft und dem Straßenverkehr zu gewinnen. Es war interessant, das Land aus dem Autofenster zu beobachten, und ich fand es sehr ungewohnt, dass alle Autos auf der „falschen" Seite fuhren. In England herrscht Linksverkehr
Als wir in Bournemouth ankamen, wurde ich herzlich von meiner Gastfamilie empfangen. Die Familie war sehr freundlich, offen und bemüht, mir den Start so angenehm wie möglich zu gestalten. Nach einer kurzen Begrüßung und dem Ankommen in meinem neuen Zuhause zeigte mir meine Gastmutter die Umgebung. Wir fuhren gemeinsam mit dem Auto durch Bournemouth und sie erklärte mir, welchen Bus ich zur Schule und zur Arbeit nehmen muss. Außerdem zeigte sie mir den Weg zur Sprachschule sowie zum Ort meines Praktikums, sodass ich mich an meinem ersten Tag gut orientieren konnte. Meine Gastmutter ist eine Witwe, ca. 40 Jahre alt und hat 2 Söhne, 19 und 17 Jahre alt. Außerdem gehören noch 2 kleine Hunde zur Familie, was mich besonders gefreut hat.
Ich hatte ein sehr gemütliches Zimmer im Erdgeschoss des Hauses, in dem ich mich gleich sehr wohl gefühlt habe. Am Abend aßen wir gemeinsam zu Abend, was eine schöne Gelegenheit war, einander besser kennenzulernen und sich über erste Eindrücke auszutauschen. Danach begann ich, meine Koffer auszupacken. Ich fühlte mich bereits nach kurzer Zeit wohl und gut aufgenommen. So endete mein erster Tag in England - voller neuer Eindrücke, spannender Begegnungen und der Vorfreude auf alles, was noch kommen würde.
Meine Erwartungen vor dem Praktikum
Vor Beginn meines Praktikums war ich sowohl gespannt als auch nervös. Ich wünschte mir neue Erfahrungen zu sammeln, meine Englischkenntnisse zu verbessern und einen Einblick in das Arbeitsleben im Ausland zu bekommen. Besonders wichtig war es mir, selbstständiger zu werden und mich in einem neuen Umfeld zurechtzufinden. Ich hoffte, neue Menschen kennenzulernen, mich weiterzuentwickeln und natürlich in meinem Praktikumsbetrieb gute Arbeit zu leisten. Außerdem erhoffte ich mir, durch die praktische Arbeit meine beruflichen Interessen besser einschätzen zu können und herauszufinden, ob ein sozialer oder kundenorientierter Beruf später zu mir passen könnte.
Tagesablauf
Mein Tag begann bereits recht früh am Morgen. Ich stand um 6:30 Uhr auf, machte mich im Bad fertig und frühstückte anschließend. Gegen 7:40 Uhr verließ ich das Haus und machte mich zu Fuß auf den Weg zur Bushaltestelle. Um 8:00 Uhr nahm ich den Bus zur Sprachschule, was ca. 25 Minuten dauerte. Pünktlich um 8:45 Uhr begann der Unterricht. Die erste Schulstunde dauerte bis 10:15 Uhr, gefolgt von einer 30-minütigen Pause, die ich meist mit meinen Mitschülerinnen und Mitschülern verbrachte. Um 10:45 Uhr begann die zweite Unterrichtseinheit, die bis 12:15 Uhr ging. Danach endete der Schultag für mich.
Nach dem Unterricht machte ich mich direkt auf den Weg zur nächsten Bushaltestelle, um zu meiner Arbeitsstelle zu fahren. Mein Praktikum machte ich in einem kleinen, gemeinnützigen Secondhand-Laden (Charity Shop), in dem ich von 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr arbeitete. Der Erlös des Ladens hilft Menschen, die an Krebs erkrankt sind und anderen sozialen Projekten. Meine Aufgaben im Laden waren sehr verschieden. Ich musste Kleidung bügeln und ordentlich im Laden aufhängen. Ich half auch beim Umräumen, sortierte neue Kleidung und achtete darauf, dass alles sauber und ordentlich war. Außerdem sprach ich mit den Kunden, half ihnen bei Fragen und sorgte dafür, dass sie sich wohlfühlten. Die Arbeit mit dem Team hat mir großen Spaß gemacht. An manchen Tagen arbeitete ich auch in einem anderen Laden in Bournemouth. Dort lernte ich neue Leute kennen und konnte sehen, wie dort gearbeitet wurde. Das war besonders spannend.
Nach der Arbeit fuhr ich mit dem Bus zurück nach Hause. Die Fahrt dauerte ungefähr 30 Minuten. Meistens kam ich gegen 17:30 oder 18:00 Uhr an. Gegen 19:00 Uhr kochte meine Gastmutter das Abendessen. Wir aßen zusammen und sprachen über unseren Tag. Das Essen war immer lecker. Nach dem Abendessen machte ich meine Hausaufgaben für die Sprachschule. Danach verbrachte ich den Rest des Abends meistens in meinem Zimmer und ruhte mich aus.
Fazit meines Praktikums in England
Wenn ich an mein Praktikum in England zurückdenke, war es eine sehr wichtige und schöne Zeit für mich - sowohl persönlich als auch beruflich. Schon am ersten Tag musste ich eine Herausforderung meistern: Ich musste alleine vom Flughafen zu meiner Gastfamilie finden. Das habe ich gut geschafft und war stolz auf mich. Meine Gastfamilie war sehr nett und hat mir geholfen, mich schnell einzuleben und mich wohlzufühlen. Während meines Aufenthalts konnte ich viele meiner Erwartungen erfüllen. Mein Englisch wurde durch das viele Sprechen und Hören besser. Ich habe viel über das Leben in England gelernt und konnte mich schnell in der neuen Umgebung zurechtfinden. Besonders die Arbeit im Charity Shop hat mir gut gefallen. Ich habe gelernt, wie wichtig Teamarbeit, aber auch wie wichtig selbstständiges Arbeiten und ein freundlicher Umgang mit Kunden ist. Ich durfte Kleidung sortieren und bügeln, Kunden beraten und den Laden immer wieder neu dekorieren. An ein paar Tagen arbeitete ich sogar in einem anderen Shop in Bournemouth, was mich stolz gemacht hat und ich mich dort wieder neu auf die Herausforderungen einstellen musste. Die Kombination aus Schule, Arbeit und dem Leben in der Gastfamilie hat mir geholfen, selbstständiger zu werden und besser mit anderen Menschen umzugehen. Ich habe gelernt, Verantwortung zu übernehmen und offen gegenüber anderen Kulturen zu sein.
Insgesamt war das Praktikum eine tolle Erfahrung. Ich bin daran gewachsen und habe viele neue Dinge gelernt. Ich könnte mir gut vorstellen, später in einem Beruf zu arbeiten, bei dem man mit Menschen zu tun hat - vielleicht sogar im Ausland.
- Linja
