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Nele, Europapraktikum in einem Restaurant in Dublin, Irland

Nach meinen ersten Tagen in Dublin hat mich vieles überrascht oder “erschlagen”. Jedoch ist mir zuallererst die Gastfreundschaft hier aufgefallen, jeder begrüßt einen herzlich und sie scheinen interessiert an dem Auslandspraktikum. Sie stellen viele Fragen und so kommt man sehr schnell in nette Gespräche mit den Einheimischen.

Etwas “erschlagen” war ich jedoch zuerst von der Sprache. Es geht nicht nur um die irische Sprache (die so rein Garnichts mit der englischen Sprache zu tun hat), sondern auch um die besondere Aussprache hier. Zu Beginn habe ich vieles nicht verstanden und musste öfter mal nachfragen. Doch auch dies wurde nach einiger Zeit besser und man verstand besser, was man gefragt wird oder erzählt bekommt. 

Etwas witzig fand ich, dass man in Irland ganz oft „Love“ oder „Darling“ genannt wird. Dies war zuerst sehr gewöhnungsbedürftig von fremden Personen so genannt zu werden, doch auch dies wurde mit der Zeit normaler. 

Auch beim Busfahren gibt es einige Besonderheiten. Man muss zum Beispiel die Hand ausstrecken, wenn man in den Bus einsteigen möchte. Dies signalisiert dem Fahrer, dass er anhalten muss. Auch beim Aussteigen muss man zuerst den Stopp Knopf drücken und sich beim Fahrer bedanken, wenn man aussteigt. 

Eine weitere Sache, die ich sehr positiv finde, ist, dass die Iren nach der Arbeit noch was zusammen unternehmen. Sei es essen gehen oder zusammen in einem Pub etwas trinken. So stärken sie ihre Gemeinschaft zueinander. So konnte ich auch ein paar meiner Kollegen und die Kultur besser kennenlernen. 

Auch in der Kultur gibt es viele Besonderheiten, die ich kennengelernt habe. Zum Beispiel viele schöne Traditionen. Es war überraschend zu hören, wie Beerdigungen in Irland gefeiert werden. Iren sehen dies als Abschied und durchleben alle schönen Momente, die sie mit der Person hatten, noch einmal. Sie sind zwar traurig, feiern aber trotzdem eine kleine Party, in der sie das Leben der verstorbenen Person wertschätzen. 

Auch ist es sehr bewundernswert, dass es fast zu jedem Essen Pommes oder andere Kartoffelgerichte gibt. Diese Tradition geht weit zurück, in die Zeit, in der in Irland große Hungersnot herrschte. Etwas gewöhnungsbedürftig war jedoch, dass das Wasser immer nach Chlor gerochen und geschmeckt hat. Egal ob beim Trinken oder Duschen man hat immer das Chlor gerochen oder geschmeckt. 

Zudem ist besonders die Natur in Irland hervorzuheben. Alles ist grün und sauber, egal wo man hingeht ist es sehr schön und sehr naturbelassen. Dies hat mich sehr positiv überrascht, da man es in deutschen Großstädten nicht so sauber vorfindet. 

Schon jetzt kann ich feststellen, dass sich nicht nur meine Englischkenntnisse verbessert haben, sondern dass ich auch selbstständiger und selbstbewusster geworden bin. Durch meine Praktikumsstelle in einem Restaurant hatte ich viel mit Kunden zu tun. Das hat mir nicht nur sehr dabei geholfen, mein Englisch zu verbessern, sondern ich bin auch offener gegenüber anderen geworden und zudem deutlich selbstbewusster und selbstständiger.

Nele

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