Im Rahmen meines geförderten Auslandspraktikums hatte ich die wunderbare Gelegenheit, ein dreiwöchiges Praktikum in einer Kindertagesstätte (Kindergarten und Krippe) in Valencia, Spanien, zu absolvieren. Diese Erfahrung war nicht nur eine große Bereicherung für meine berufliche und persönliche Entwicklung, sondern auch eine wertvolle Chance, in eine neue Kultur einzutauchen und meine Sprachkenntnisse zu erweitern. Ich arbeitete von Montag bis Freitag jeweils von 9:00 bis 17:00 Uhr, mit einer zweistündigen Mittagspause. Von Anfang an wurde ich sehr herzlich vom Team empfangen. Die Einrichtung bestand aus sechs Gruppen, die nach Altersstufen aufgeteilt waren. In den ersten Tagen beobachtete ich zunächst den Tagesablauf, um die Kinder, die Abläufe und die pädagogischen Methoden besser kennenzulernen. Es war wichtig, dass die Kinder zunächst Vertrauen zu mir aufbauen konnten – was erfreulicherweise sehr schnell geschah. Die Kommunikation mit den Erzieherinnen und Erziehern erfolgte überwiegend auf Spanisch, gelegentlich auch auf Englisch. Ich konnte meine Spanischkenntnisse dadurch deutlich verbessern und habe viel über die sprachliche und kulturelle Vielfalt Spaniens gelernt. Zu meinen Aufgaben gehörten unter anderem:
• Unterstützung bei der Essensausgabe
• Hilfe beim An- und Ausziehen der Kinder
• Begleitung beim Mittagsschlaf
• Bastel- und Spielangebote
• Konfliktlösung und Streitschlichtung
Mit den Kindern konnte ich teilweise auch auf Englisch kommunizieren, da sie täglich etwa 30 Minuten Englischunterricht hatten. In dieser Zeit lernten sie spielerisch Farben, Zahlen, Begrüßungen und einfache Lieder auf Englisch.
Nachhaltigkeit in der Einrichtung:
Im Vergleich zu deutschen Kindertagesstätten war das Thema Nachhaltigkeit in der Einrichtung weniger ausgeprägt. Dennoch wurde großer Wert auf gesunde Ernährung gelegt: Die Lebensmittel für die tägliche Verpflegung wurden überwiegend in Bio-Qualität und regional eingekauft. Eine Köchin bereitete jeden Tag frisch das Essen vor – es wurde also nicht geliefert, sondern direkt vor Ort gekocht. Das fand ich besonders positiv. Allerdings war das Thema Mülltrennung nicht so präsent wie in Deutschland. Es gab keine klaren Systeme zur Trennung von Papier, Plastik und Restmüll, was mir im Vergleich zu deutschen Standards deutlich auffiel.
Mein Aufenthalt in Valencia:
Valencia selbst hat mich begeistert. Die Stadt ist lebendig, farbenfroh und voller Lebensfreude. Die Menschen sind offen, freundlich und haben immer ein Lächeln im Gesicht. In unserer Gruppe haben wir viele gemeinsame Ausflüge unternommen und konnten so die Stadt und ihre Umgebung intensiv kennenlernen – von der Altstadt über den Strand bis hin zum beeindruckenden Wissenschafts- und Kulturkomplex „Ciudad de las Artes y las Ciencias“.
Fazit:
Ich würde diese Erfahrung jederzeit wieder machen und kann sie jedem nur wärmstens empfehlen. Ein Auslandspraktikum ist nicht nur eine berufliche Bereicherung, sondern auch eine persönliche. Man wächst über sich hinaus, lernt neue Perspektiven kennen und sammelt Erinnerungen, die ein Leben lang bleiben.
Katharina
