Mein Auslandspraktikum in Barcelona
Von Ende März bis Ende August durfte ich ein selbst organisiertes Erasmus+ Praktikum in einem Architekturbüro in Barcelona absolvieren. Da ich mich sehr spontan für das Praktikum entschieden hatte, war die Wohnungssuche in einer so begehrten Stadt wie Barcelona nicht ganz einfach – aber zum Glück hat es am Ende doch geklappt.
Anfangs war es für mich etwas ungewohnt, mit den spanischen Arbeitszeiten klarzukommen, da der Tag meist erst gegen 9 Uhr begann und sich dann entsprechend nach hinten gezogen hat. Insgesamt war meine Arbeitswoche aber spannend und abwechslungsreich. Ich habe viele unterschiedliche Aufgaben übernehmen dürfen – teilweise sogar eigene kleine Projekte. Besonders in Erinnerung bleibt mir, dass ich das Booklet für ein Museumsprojekt in Katalonien zur Beantragung von Fördermitteln gestalten durfte. Meine Ausbildung im Bereich Büromanagement konnte ich super einbringen, gleichzeitig habe ich aber auch viel Einblick in die Architekturbranche bekommen – eine perfekte Grundlage für mein bevorstehendes Architekturstudium.
Sprachlich war es in Barcelona manchmal eine Herausforderung, da dort fast ausschließlich Katalanisch gesprochen wird. Das mitzuerleben war aber gleichzeitig sehr spannend, weil man merkt, wie viel Nationalstolz und Verbundenheit die Menschen mit ihrer Kultur haben. Spanisch habe ich trotzdem dazugelernt, und im Büro haben wir meist auf Englisch gearbeitet – auch, weil meine Praktikantenkollegin aus Kroatien kam.
Besonders toll waren für mich die gemeinsamen Kaffee- und Mittagspausen, in denen nicht nur über Architektur, sondern auch über Politik und Kultur diskutiert wurde. Abseits der Arbeit habe ich viele neue Freundschaften geschlossen, die Abende in der Stadt genossen, Sprachkurse besucht und unzählige Strandtage verbracht. Ein echtes Highlight war auch ein Oster-Roadtrip durch Katalonien – die Costa Brava hat mich so begeistert, dass ich jederzeit wieder zurückfahren würde.
Natürlich gab es auch Herausforderungen: Der Übergang von der Wintersaison als Ski- und Snowboardlehrerin in Österreich direkt in die heiße Sommerstadt Barcelona mit Büroalltag war nicht ganz leicht. Auch die zusätzliche freiberufliche Arbeit nebenbei hat die ersten Wochen etwas anstrengend gemacht. Aber rückblickend haben mich genau diese Erfahrungen wachsen lassen.
Aus meiner Zeit in Barcelona habe ich für mich mitgenommen, wie wertvoll es ist, Neues auszuprobieren, sich auf andere Kulturen einzulassen und auch in ungewohnten Situationen flexibel zu bleiben. Außerdem habe ich viel Selbstvertrauen gewonnen, was meine berufliche Zukunft angeht – und freue mich jetzt umso mehr auf mein Architekturstudium.
Josefine
