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(M)ein Monat in London

Julias Schülerpraktikum in England

3 Wochen Schülerpraktikum in London im Sommer

Eine Woche London hatte ich schon einmal in Begleitung erlebt, aber ein Monat allein war doch ganz anders! Über KulturLife habe ich eine Woche Sprachkurs und 3 Wochen Praktikum im London gebucht, aber die ersten 3 Tage verbrachte ich auf eigene Faust im Norden von London, um Cambridge kennen zu lernen (empfehlenswert!) und siedelte dann zu meiner Gastfamilie im Südosten meiner Lieblingsstadt um.

Die Orientierung in London fiel mir leicht, die Wege zu den Sehenswürdigkeiten sind sehr gut ausgeschildert und die Briten wirklich hilfsbereit, wenn man sich trotzdem verläuft. Selbst am Sonntag, als ich mich mit dickem Koffer in überfüllten Zügen quer durch die (von Touristen) überfüllte Stadt quälte, hatte ich Spaß. Meine Gastfamilie (ein Ehepaar mit drei kleinen Kindern) nahm mich sehr nett auf und verpflegte mich wirklich gut. Das hatte ich gar nicht erwartet – denn  vor der Verpflegung in England wird manchmal sogar gewarnt! Das „Mensch ärgere dich nicht“-Spiel aus meinen Koffer kam nahezu jeden Abend zum Einsatz und sorgte dafür, dass meine Gastgeschwister oft sehnsüchtig auf meine Rückkehr warteten. Gerade die Gespräche mit der Familie und den Kindern bauten viele Hemmungen zu sprechen ab.

Mein Sprachkurs -mit Teilnehmern aus der ganzen Welt – war lehr- und abwechslungsreich und die Schule bot auch Möglichkeiten Kontakte zu knüpfen und zur Freizeitgestaltung, u.a. einen Musicalbesuch für wenig Geld.

Mein Praktikum Im Südwesten von London, ca. 1 Stunde von meinem zu Hause auf Zeit entfernt, erlebte ich in einem Shop der British Heart  Foundation, einer gemeinnützigen Organisation, die vor 50 Jahren von Medizinern gegründet wurde und mittlerweile über mehr als 500 Second-Hand-Shops in England verfügt. Die Erlöse aus dem Verkauf der gespendeten Waren fließen in Projekte zur Forschung, Diagnose, Behandlung und Prävention von Herzkrankheiten

An den ersten Tagen hatte ich noch wenig zu tun, Akten sortieren, Flugblätter verteilen, den Ausstellungsraum umräumen…, das änderte sich aber schnell, als eines Tages nur der Manager und ich im Laden waren. Plötzlich lernte ich in Windeseile das Telefon und die Kasse zu bedienen,  Termine zu vereinbaren, Dokumente in der richtigen Reihenfolge in die entsprechenden Ordner zu heften  und Missverständnisse zu überleben. Mit meinen Kolleg(inn)en verstand ich mich sehr gut, wir redeten viel miteinander  und das Ende des Praktikums kam zu schnell.    

Als Teilzeit-Tourist konnte ich die Stadt ausführlich erkunden, meine Lieblingsorte in London waren u.a. der Hyde Park, der Borough Market, die National Portrait Gallery, das Imperial War Museum , das British Museum und...und..und…Die Wochenenden nutzte ich für Ausflüge in die Umgebung, z.B. zum Besuch von Hampton Court und Windsor Castle.

So ein Praktikum ist wirklich empfehlenswert, auch für Leute, die schon gute Englischnoten in der Schule haben. Die Sprache im Alltag anzuwenden und sich immer wieder auf neue Leute einzustellen, die mit unterschiedlichen Akzenten sprechen, kann die (Sprach-)Schule allein nicht bieten.

Den frisch erworbenen britischen Akzent werde ich wohl bald einem kanadischen opfern, denn morgen fliege ich nach Winnipeg – natürlich wieder  mit KulturLife!!

Danke für die schnelle und reibungslose Organisation!

Julia


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