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Das Leben auf einer International School

Johanna, Schuljahr in Minnesota

1 Term "St. Paul Preparatory, St. Pau, Minnesota" ab Januar

Als ich in Minneapolis, der Hauptstadt von Minnesota landete, wurde ich  sehr freundlich mit einem Namensschild von meinen Gasteltern und meiner vietnamesischen Gastschwester begrüßt. Meine Gastfamilie hatte schon einiges an Programm für mich geplant, obwohl ich eigentlich nichts lieber als schlafen wollte.

Mein erster Kulturschock kam dann, als ich nach draußen kam und alles meterhoch mit Schnee bedeckt war, der nächste Schock erwartete mich dann in Gestalt des Hauses. Es war sehr klein, unglaublich voll und zugestellt und ehrlich gesagt auch nicht besonders sauber. Kurz gesagt es war einfach alles anders und es hat auch etwa eine Woche gedauert, aber dann hatte ich mich wirklich an fast alles gewöhnt. Die Amerikaner in meiner Umgebung dort haben nun mal nicht so viel Wert auf große Häuser und Sauberkeit gelegt. Meine Gastschwester hat mir sehr beim Einleben geholfen und war allgemein eine sehr große Stütze für mich in der Familie; mit ihr habe ich mir auch ein Zimmer geteilt.  Die Schule hat mir von Anfang an sehr gut gefallen. Da ich auf einer International School war, kamen meine Klassenkameraden aus allen Ländern der Welt und es war jeden Tag spannend für mich, neue Kulturen kennen zu lernen. Der Nachteil dieser Schule war natürlich, dass ich nichts Besonderes für meine Klassenkameraden war und  auch von den Lehrern nicht anders angesehen wurde.

 Im Laufe der Zeit merkte ich ziemlich schnell, dass ich mit meinen Gasteltern nicht klarkomme, vor allem nicht mit ihren sehr verbohrten religiösen Ansichten. Ich habe mit verschiedenen Leuten mehrere Gespräche geführt, auch mit meinen Gasteltern und meiner Koordinatorin und war fest entschlossen, die Familie zu wechseln. Letztendlich habe ich mich dann allerdings doch entschieden, in der Familie zu bleiben, denn man verbringt sowieso die meiste Zeit in der Schule und ich wollte das Risiko nicht eingehen, dass ich eine neue Gastschwester bekomme, mit der ich mich nicht verstehe.

Ich habe in meiner Zeit in den USA gemerkt, dass man aus allem das Beste machen sollte und dann unglaublich viel Spaß haben kann. Ich habe tolle Reisen unternommen, nach New  York und South Dakota. Ich habe tolle und beeindruckende Menschen getroffen und ich würde es jedem empfehlen eine solche Reise zu machen, denn es lohnt sich wirklich. Für mich war es eine der tollsten Zeiten meines Lebens!

Johanna


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