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Mir gefällt es wunderbar und ich bin very busy

Nordlichtstipendiat Philip, High School Jahr in Minnesota

Jahresprogramm "St. Paul Preparatory, St. Paul, Minnesota" ab Sommer

Nun bin ich schon knapp 6 Wochen hier in St. Paul, Minnesota und der Fakt, dass ich diesen Bericht erst so spät schreibe, sagt schon alles: Mir gefällt es wunderbar und ich bin very busy.

Der Tag meiner Abreise kommt mir so fern vor und auch nicht mehr wichtig. Der Flug an sich war nichts Besonderes, weil ich schon des öfteren mit dem Flugzeug unterwegs war, aber das Umsteigen am Pariser Flughafen auf eigene Faust, das war neu.

Es war alles sehr verrückt, da mein Transferflug Verspätung hatte, sollte der Flieger in die USA schon 15 min nach meiner Landung in Paris abfliegen. Aber als ich endlich gelandet war, stellte sich heraus, dass mein Terminal für den Weiterflug ein anderes als das in den Unterlagen angegebene war. Ich wurde ziemlich nervös, aber dann lief alles ganz einfach, man muss nur den Schildern folgen und zur Not ein paar Franzosen fragen (die sprechen auch Englisch). Letztendlich bekam ich meine Maschine just on time.

Am Flughafen in den USA, wartete meine Hostmom schon auf mich und ich konnte ausgeschlafen (die Fernseher im Flugzeug waren kaputt) der englischen Sprache entgegentreten.

Am Anfang ist man noch ziemlich unsicher, aber am besten ist es einfach drauflos zu quatschen, denn ansonsten lernt man ja nichts. Und niemand erwartet perfekt nuanciertes Englisch von einem. Da der Tag bei meiner Ankunft in Minnesota gerade angefangen hatte, gab es noch viel zu erledigen, und da ich nicht wirklich müde war, holte ich zum Beispiel meinen Hostbrother ab, trank Bubble Tea - welcher erst kürzlich nach Deutschland expandiert ist - und schnackte viel mit meiner “neuen” Familie.

Ich habe wirklich Glück mit meiner Hostfamilie, aber was kann man denn da Glück nennen? KulturLife versucht ja die Familien auf die Schüler abzustimmen und anscheinend klappt es wunderbar, auf jeden Fall besser als bei anderen Organisationen. Mit meiner neuen Familie unternehme ich sehr viel, z.B. gingen wir Kanu fahren, das hat einfach nur Spaß gebracht und außerdem ist es immer besser etwas mitzumachen, als Chancen zu verpassen.

Aber genug mit den Gequatsche über das Leben zu Hause, denn die meiste Zeit ist man in der Schule. Hört sich doof an, aber man möchte auch eher in der Schule oder besser gesagt mit den anderen Leuten zusammen sein, weil einfach so viele nette Menschen aus vielen verschiedenen Ländern vertreten sind. Die St. Paul Preparatory School, in die ich gehe, ist sehr gut organisiert, was zum Beispiel Sachen angeht, wie Kulturen zusammen zu bringen. Wir hatten viele Tage in denen die Gruppen einfach konsequent durchmischt wurden. Durch diese Art und Weise und natürlich durch eine nette Art, fand ich jetzt schon viele, viele Freunde und viele haben die gleichen, zielstrebigen Ansichten wie ich, was ich in Deutschland vergebens gesucht hatte. Man schließt internationale Kontakte und bekommt vielleicht später die Möglichkeit seine Freunde in einem fremden Land zu besuchen. Ich glaube, es hilft einem Schüler immer “open-minded” zu sein und einfach Sachen mitzumachen. Dadurch bin ich auch zum “Student Council” geworden, ein Schülervertreter der Schule und bin zu vielen Geburtstagen eingeladen worden. Apropos Geburtstage, Alkoholtrinken ist hier nicht erlaubt, aber was macht das schon? Man muss nicht komplett das Partymachen, was man in Deutschland gewöhnt ist, aufgeben, denn man hat hier an der Schule jede Menge “Dances”, zum Beispiel den “Homecoming Dance”, “Halloween Dance” und eben die Geburtstage der Schüler.

Auch wenn man echt viel zu tun hat, besonders ich mit meinem Hausaufgaben, lernt man wirklich viel fürs Leben. Man lernt selbständig zu sein, seine Zeit einzuteilen, und mit anderen Leuten, aus wirklich verschiedenen Kulturen umzugehen. Was ich aber  dem Leser dieses Berichts ans Herz legen möchte ist, dass man wirklich offen für Neues sein soll.

Philip


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