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Weihnachten mit der Familie!!!

Nordlichtstipendiatin Svenja, 11 Monate in den USA

Ein Auslandsjahr kann ich jedem nur empfehlen!

Ich sitze am Flughafen und bin sehr nervös und weiß überhaupt nicht, wie ich meine Gastfamilie, mit der ich ein Schuljahr zusammen leben werde, in 15 Stunden begrüßen soll. - Das war vor fast 11 Monaten.

Vor einem Monat habe ich in Michigan am Flughafen meine Mama und Schwester abgeholt. Wir verbrachten die letzte Woche meines Highschool Aufenthaltes gemeinsam bei meiner Gastfamilie, so konnte meine Familie selbst erleben, wie und wo ich gelebt habe, die Highschool besichtigen, meine Freunde kennen lernen und Ausflüge mit meiner Amerikanischen Familie machen.

Am Ende der Wochen hieß es dann schon Abschied nehmen. Um mich richtig von meinen Freunden verabschieden zu können, veranstaltete ich mit Hilfe von meiner Gastfamilie eine „Going Away“ Party. Da ich eine halbe Stunde außerhalb der Stadt, zwischen vielen Feldern und Farmen wohnte, stellte ich Schilder und Luftballons mit der Aufschrift „ Svenja´s Party“ auf, um allen die Anfahrt zu erleichtern.

Als dann ca. 35 Freunde eingetroffen waren, begann ein wundervoller Abend mit viel Action. Als erstes wollten alle sehen wie ich so wohne. Die Mädels rannten auf die Pferdewiese und die Jungs in die große Lagerhalle, in der meine Gastfamilie ein Indoor Fußballfeld hatte. Danach starteten wir eine Wasserballonschlacht, für die ich vorher 200 Ballons mit Wasser gefüllt hatte. Als alle klatsch nass und außer Atem  waren, aßen wir gemeinsam das halbe BBQ Buffet, mit amerikanischen und deutschen Spezialitäten leer. Da neben dem Buffet ein Volleyballfeld lag, welches Todd, mein Gastvater, zwei Wochen vorher selbst gebaut hatte, konnten wir Volleyball spielen. Nachdem jeder mal Tuchfühlung mit dem Sand genommen hatte, rannten meine besten Freunde und ich barfüßig in das Maisfeld und starteten eine Schlammschlacht unter dem großen Wassersprenkler. Am Lagerfeuer trockneten wir uns ein wenig und schmolzen Marschmallows, die dann zwischen zwei Keksen mit einem Stück Schokolade gelegt wurden. Diese Art von „süßem Sandwich“ nennt man S'MORES und darf auf keiner Feier mit Lagerfeuer fehlen. Als deutsche Spezialität haben wir dann noch Stockbrot gemacht.

Am späten Abend kam der Moment des Abschieds immer näher. Viele unterschrieben noch auf meiner amerikanischen Flagge als Andenken und wünschten mir alles Gute und ich solle nächsten Sommer bei ihnen Ferien machen. Es fiel mir schwer von meinen Freunden Abschied zu nehmen, da ich wusste, dass ich sie für eine lange Zeit erstmal nicht sehen kann.

Am nächsten Morgen musste ich dann auch schweren Herzens von meinen fünf Gastgeschwistern und meinen Gasteltern trennen. Nachdem ein paar Tränen geflossen waren, bin ich mit meiner Mama und Schwester aus Deutschland die Reise nach Florida, auf die ich mich super gefreut habe, angetreten.

Innerhalb von zwei Wochen fuhren wir dann durch sieben Bundesstaaten (Michigan, Indiana, Kentucky, Tennessee, North Carolina, Georgia, Florida) und besichtigten u. a. den Great Smokey Mountain National Park. Den Independence Day, der amerikanische Nationalfeiertrag, verbrachten wir in Nashville. Abends haben wir uns mit tausend Anderen ein gigantisches Feuerwerk angeschaut und die Nationalhymne wurde natürlich auch gesungen.

In Orlando besichtigten wir die Disney Hollywood Studios und gingen shoppen durch die Florida Mall. Nach fast 11 Monaten war es dann Zeit die Koffer zu packen, was leichter gesagt als getan ist, da jeder Koffer nicht mehr als 23 kg wiegen darf und meine ganze Winter- und Sommerkleidung und vieles mehr eingepackt werden musste. Am 14.07. endete am Airport in Orlando mein wundervolles und aufregendes Auslandsjahr in den USA.

Vielen vielen Dank an Nordlicht. Das Stipendium hat mir eine völlig neue Tür zu einer anderen Kultur und den damit verbundenen Erlebnissen geöffnet. Während dieser Zeit habe ich so viel Neues gelernt und so viele nette Menschen kennen gelernt. Ein Auslandsjahr kann ich jedem nur empfehlen.

Und natürlich auch ein großes Dankeschön an KulturLife für die Hilfe und Betreuung während und auch vor dem Auslandsjahr.

Eure Svenja

Weihnachten in Amerika!!!

Dezember

Meine Weihnachtszeit in Amerika war einmalig und ganz anders als sonst.

Im Dezember haben wir an den Wochenenden fast wie in einer großen Bäckerei tausend verschiedene Plätzchen gebacken. Die Plätzchen waren nicht nur für meine riesige Familie – ein großer Teil wurde auch verschenkt.

Das eigentliche Weihnachtsfest wurde um eine Woche auf den 17. Dezember vorgezogen. Viele Familienmitglieder kamen zusammen und wir hatten ein großes Essen. Danach haben wir zusammen gesungen und die Weihnachtsgeschichte gelesen. Dann endlich durften wir unsere Geschenke auspacken. Besonders meine kleinen Gastgeschwister waren sehr aufgeregt. Ich habe meinen Gastgeschwistern auch kleine Geschenke gekauft, besonders mein jüngster „Bruder“ hat sich sehr über seine „Schneewaffe“, die ich ihm geschenkt habe, gefreut. Ich selbst habe Cowboystiefel bekommen, was sehr praktisch ist, da ich hier auf einer Farm mit Pferden und anderen Tieren lebe. Als ich die Schuhe am nächsten Tag dann tragen wollte, habe ich zwei linke Schuhe in dem Karton gefunden. Als wir im Geschäft nachgefragt haben, haben die mir dann auch einen rechten gegeben, nachdem sie den Karton mit zwei rechten Schuhen gefunden hatten.

Am 22. Dezember sind wir, meine fünf Gastgeschwister, meine Gastmama und ich, nach Florida gefahren. Mein Gastpapa musste leider zu Hause bleiben und arbeiten. Nach einer zwei Tage langen Autofahrt durch sechs Staaten kamen wir dann endlich im warmen Florida an. Direkt an der Grenze von Georgia und Florida bin ich mit meinen Gastgeschwistern am Welcome-Center von Florida aus dem Auto gesprungen und wir haben die warme, nach Palmen duftende Luft gerochen und Fotos gemacht.

Nach vier weiteren Stunden Autofahrt sind wir dann in der Nähe von Palma angekommen. Dort hat meine Gastfamilie Freunde, also haben wir sie besucht. Da es aber abends war und wir alle müde von der langen Fahrt waren, haben wir in einem kleinen Hotel übernachtet. Dort haben wir es uns aber nicht nehmen lassen, noch an dem Abend in den kleinen Hotelpool zu springen. Obwohl es hieß, dass dieser beheizt sei, war es dann doch ziemlich kalt.

Der nächste Tag war dann offiziell Heiligabend. Nachdem wir bei 30°C am Strand und im Meer waren, hatten wir ein zweites kleines Weihnachtsdinner bei den Freunden, die wir am Abend zuvor besucht hatten.

Am selben Abend sind wir dann nach Orlando weitergefahren. Dort haben wir eine Woche in einem traumhaft schönen Apartment gewohnt. Das Apartment war perfekt ausgestattet. Direkt vor unseren Apartmentgebäude gab es drei Pools, die diesmal richtig beheizt waren, Volleyball- und Basketballplätze und einen großen See, über den wir tagsüber kostenlos mit einem Boot von einem Pool zum anderen Pool gefahren wurden.

Luxus pur!! =)

 Als wäre das nicht cool genug, sind wir dann tagsüber bis spät in die Nacht in Busch Gardens, Seaworld und Aquatica gewesen. Die Delfin- und Walshows in Seaworld haben’s mir angetan, doch auch die extremen Achterbahnen in Busch Gardens und die Wasserrutschen in Aquatica waren supertoll.

Nach sechs Tagen in Freizeitparks war dann am 30. Dezember Davids Geburtstag. David ist mein jetzt 13-jähriger „Bruder“. Seinen Geburtstag haben wir in Florida mit Kuchen und kleinen Geschenken gefeiert.

Am nächsten Tag waren wir dann schon wieder früh morgens auf der Straße, auf dem Weg zurück nach Michigan. Abends in einem kleinen Motel in Tennessee sind wir, obwohl es Silvester war, schon um 22 Uhr schlafen gegangen. Am 1. Januar sind wir auch den ganzen Tag über gefahren und konnten somit Silvester und New Years Day nicht feiern.

Als wir dann über die Grenze in Michigan kamen, wurden wir mit dem ersten richtigen Schnee dieses Winters begrüßt. Der dichte Schnee hat sich dann aber schnell in einen richtigen Schneesturm verwandelt und da wir die Straße und Autos vor uns nicht mehr sehen konnten, kamen wir zwei Stunden später zu Hause an, als wir geplant hatten.

Alles in allem war mein Weihnachten in Florida mit meiner Gastfamilie einfach unvergesslich schön und das wärmste, das ich jemals hatte.

Allen Lesern alles Gute für das neue Jahr,

Eure Svenja

Das erste Trimester geschafft!!!

Hallo,

Nun ist schon das erste Trimester meiner Schulzeit  in den USA vorbei. Die Zeit vergeht wirklich rasend  schnell.

Nachdem wir in jedem Fach die Examen für das erste Trimester geschrieben haben, war vor zwei Wochen Thanksgiving. Am Mittwoch vor Thanksgiving bin ich mit meiner ältesten Gastschwester zu ihrer Oma gefahren. Dort haben wir den ganzen Nachmittag Kuchen gebacken, Kartoffeln gekocht und den Turkey vorbereitet. Ich habe dann auch etwas Deutsches zum Buffet beigetragen und zwar Quarkbällchen. An Thanksgiving sind Verwandte und Freunde zu uns gekommen und wir haben alle zusammen bei uns zu Hause gegessen. Da jeder etwas zum Büfett beigesteuert hatte, gab es eine riesige Auswahl. Die Quarkbällchen, die ich gebacken hattee, sind zum Glück auch super angekommen. Und natürlich haben wir alle viel zu viel gegessen und hatten danach Bauchschmerzen, aber es sah alles so gut aus, sodass wir alles zumindest probieren mussten. Nach dem Essen haben wir Spiele gespielt und Filme geguckt.

Seit diesem Monat hat auch die Basketballsaison begonnen. Da ich in einem Team bin, habe ich jetzt jeden Tag, von Montag bis Freitag, nach der Schule zwei Stunden Training. Da ich vorher nie Basketball gespielt habe, fiel es mir am Anfang schwer. Aber in dem Team unterstützt und helfen sich alle und der Coach fordert und motiviert uns auch, sodass jeder sein Bestes geben kann. Als ich das erste mal den starken Teamgeist, verbunden mit dem Schoolspirit, beim Training gespürt habe, war ich überwältigt.

Außerdem war im November für zwei Wochen Jagdsaison und da ich hier auf dem Land lebe, war meine Gastfamilie auch auf der Jagd. Als die Jagdsaison am Montag, dem 15. November begonnen hatte, hatten wir zwei Tage schulfrei. Diese Tage heißen „Saftydays“, also Sicherheitstage. Das hört sich schon mal gefährlich an. Ich hatte an beiden Tagen trotzdem Basketballtraining am Morgen und konnte somit an den ersten Tagen nicht mit jagen gehen. Aber mein Gastpapa und meine Gastmama waren mit einigen Freunden von 6 Uhr morgens bis 10 Uhr abends auf der Jagd. Als ich dann von meinem Training wieder nach Hause kam, hing auf unserem Farmgelände an einem Gabelstapler ein „Eightpointer“. Das ist ein Hirsch mit acht Geweihenden. Je mehr Enden ein Hirschgeweih hat, umso älter ist er. Also war mein Gastpapa ziemlich erfolgreich mit seinem Schuss.  Er hatte  dem Hirsch schon die Haut abgezogen und die Organe herausgenommen. Im ersten Moment habe ich mich ziemlich geekelt, aber ich habe mich dann daran gewöhnt und auch zugeschaut als der Freund meines „Dads“ das Fleisch herausgeschnitten hat. Am selben Abend haben wir dann das Fleisch auch noch gebraten und gegessen. Und ich muss schon sagen, frisches, selbst geschossenes Hirschfleisch schmeckt sehr gut. ; - D

Der November war ein Monat mit vielen neuen, tollen Erlebnissen. Und ich bin sehr glücklich, dass erst ein Drittel meiner Zeit hier in  Michigan mit meiner wundervollen Gastfamilie vorbei ist. Somit verbleibt mir noch ganz viel Zeit, um viele weitere Eindrücke zu sammeln.

Svenja

Die Zeit vergeht hier wie im Flug

September

Hallo,

vor fast genau drei Wochen bin ich in den USA bei meiner Gastfamilie angekommen. Es war ein wunderschönes Gefühl das erste Mal meine Gastfamilie, mit der ich seit einigen Monaten vor der Abreise nur gemailt hatte, live zu sehen.

Aber bis dahin war es ein langer Weg. Letztes Jahr im Juni habe ich angefangen mich bei mehreren Organisationen um ein Stipendium zu bewerben, da dies für mich die einzige Möglichkeit war meinen Traum von einem Auslandsaufenthalt zu verwirklichen.

Einige Monate später wurde ich zu verschiedenen Auswahlgesprächen eingeladen. Aber eine Entscheidung fiel bei allen Organisationen erst nach Abschluss aller Gesprächsrunden, also Ende des Jahres. Das konnte also noch dauern.

Am 16. Dezember , als ich gerade mit meiner Mutter vor einem Baumarkt stand und einen Weihnachtsbaum kaufen wollte, rief mich eine Dame von Nordlicht an und teilte mir mit, dass man mich für das Vollstipendium ausgewählt habe.

Mir fehlten die Worte, ich wusste nicht was ich sagen sollte. Ich konnte es einfach nicht fassen. Vor lauter Aufregung habe ich noch nicht mal den Namen der Dame mit bekommen, welche mir die sensationelle (!!!) Nachricht übermittelt hatte.

Erst später konnte ich realisieren, dass mein Traum von einem Auslandsaufenthalt in den USA durch dieses Stipendium wahr werden würde. Ich bin sehr glücklich darüber und freue mich riesig. Abends habe ich dann all´ meine Freunde angerufen und ihnen von meinem Glück berichtet.

Per Post erhielt ich kurze Zeit später eine Urkunde über mein Nordlicht Stipendium. Diese habe ich mir gerahmt in mein Zimmer gestellt.

Im März fand dann ein Vorbereitungswochenende in Hannover statt. Hier habe ich viele andere Schüler kennen gelernt, die auch für ein oder ein halbes Jahr in die USA oder auch in andere Länder gehen. An dem Wochenende wurden wir gut auf unseren Auslandsaufenthalt vorbereitet.

Wir haben an Hand von Rollenspielen den Umgang mit schwierigen Situationen, die in den USA passieren könnten, geübt. Unser Ziel war es alleine Lösungen zu finden. Des Weiteren wurden uns wichtige Regeln erklärt und die Notwendigkeit der Einhaltung dieser deutlich gemacht.

Am 05. Mai habe ich durch einen Anruf von Frau Dix, meiner Betreuerin von KulturLife, erfahren, dass sich eine Familie aus Michigan dafür entschieden hat, meine Gastfamilie zu sein. Ich habe fünf Gastgeschwister, drei Mädchen und zwei Jungen, eine Gastmama und einen Gastpapa. Ich habe mich riesig gefreut, dass ich in einer großen Gastfamilie leben werde. Und fortan habe ich mit meiner Gastfamilie gemailt und konnte sie so schon vorab ein bisschen kennen lernen.

Nach drei Monaten Warten, die mir endlos lang vorkamen, war es dann endlich soweit.

Morgens früh bin ich von Düsseldorf nach Chicago geflogen, dort einmal umgestiegen und dann weiter nach Grand Rapids. Es war ein langer und anstrengender Flug. Ich war sehr froh, dass ein Mädchen, das bei dem Vorbereitungsseminar das Zimmer mit mir teilte, ebenfalls eine Gastfamilie in Michigan hat. Somit konnten wir gemeinsam fliegen und ich war nicht alleine unterwegs. Auch die fünf Stunden, die ich in Chicago auf meinen Anschlussflug warten musste, brauchte ich dann nicht alleine zu verbringen.

Endlich in Grand Rapids angekommen war ich super müde und so unglaublich nervös und aufgeregt, aber auch glücklich, dass ich endlich angekommen war.

Direkt hinter dem Gepäckband sah ich dann auch schon meine Gastfamilie. Meine jüngste Gastschwester hielt sogar ein pinkes Plakat mit meinem Namen in der Hand. Alle nahmen mich super herzlich in Empfang.

Auf der Fahrt in mein neues Zuhause für die nächsten zehn Monate wurde ich von meinen Gastgeschwistern mit Fragen durchlöchert. Das Interesse an mir war überwältigend.

Mein Zimmer teile ich mir mit einer meiner Gastschwestern. Für meinen Aufenthalt hat die Familie sogar ein neues Hochbett angeschafft, damit wir noch viel Platz in dem gemeinsamen Zimmer haben.

Am nächsten Tag, als ich mich von dem langen Fug erholt hatte, zeigte mir die Gastfamilie ihre Tiere, die ich bisher nur von Fotos kannte. Sie haben 5 Pferde, 2 Ponys und zwei Hunde. Da ich Tiere liebe und gerne reite fühle ich mich hier super wohl.

Im Moment weiß ich gar nicht wie ich meine ganzen neuen Erfahrungen und Erlebnisse in Worte fassen kann. Man lernt hier in so kurzer Zeit so viele neue Menschen kennen und sammelt ständig neue Eindrücke. Mehr davon in meinem nächsten Bericht...

Svenja

Oktober

Jetzt bin ich schon seit über einem Monat hier und habe mich richtig gut eingelebt. Die Zeit vergeht hier wie im Flug.

Die Schule, die ich hier besuche, hat nur 180 Schüler von der neunten bis zur zwölften Stufe. Das ist ein riesengroßer Unterschied zu meiner Schule in Deutschland. Dort sind wir 1.630 Schüler und zwar von der fünften bis zur 13. Klasse. Aber da die Schule kleiner ist konnte ich als Neuling alles schnell finden. Außerdem konnte ich in kürzester Zeit fast alle Mitschüler kennen lernen und schnell Freunde finden.

Mein normaler Alltag in der Gastfamilie beginnt um 6:15 Uhr. Jeden Morgen kommen wir alle zusammen und beten für einen guten Tag. Um 7:10 Uhr verlasse ich dann mit meinen Gastgeschwistern das Haus und meine älteste Gastschwester fährt uns 40 Minuten lang zur Schule. Um 8 Uhr beginnt die erste Unterrichtsstunde. Im Moment habe ich Algebra, Englisch, Kunst, Sport und Amerikanische Regierung.

Das gemeinsame Mittagessen findet nach der dritten Stunde statt.

Um 15 Uhr endet an jeden Tag die Schule für alle Schüler. Nach der Schule, habe ich an den meisten Wochentagen mit meinen zwei ältesten Gastschwestern Fußballtraining. Da die Fußballsaison in der Schule aber leider nur sehr kurz ist und erst im Frühling beginnt, spiele ich hier in einem schulexternen Team.

 In diesem Monat war Homecoming. In der Homecoming Woche vor dem Homecoming Spiel, gab es die Spirittage. Hierzu haben sich alle Highschool Schüler passend zum Motto des Tages verkleidet und wir mussten nicht unsere Schuluniform wie normalerweise tragen. Das Ganze lief dann so ähnlich ab wie die Mottotag vor dem Abi, Homecoming  gilt aber für die ganze HighSchool. Am Montag war Hippie Tag, am Dienstag war Neurd Tag. Am Mittwoch war das Motto Piraten vs. Ninjas, also konnte man sich für eines der beiden Themen entscheiden. Am Donnerstag war “Stufen-Farben-Tag“ das heißt jede Stufe hatte sich vorher während eines Klassentreffens für eine Farbe entschieden. Die komplette Stufe war dann, mehr oder weniger, von Kopf bis Fuß in der jeweiligen Farbe gekleidet. Am Freitag schließlich war Spiritday, das heißt, wir trugen die Farben der Schule.

Außerdem gab es während der Spiritwoche jeden Tag eine Versammlung in der Sporthalle, bei der eine Jury aus Lehrern das beste Outfit ausgewählt hat. Es war jedes mal super lustig, als wir für die Schüler die das beste Outfit trug, gejubelt haben. Wir haben natürlich immer für die Schüler aus der eigenen Stufe gejubelt, weil die Schüler jeder Stufe während der Spiritwoche Punkte gesammelt haben und die Stufe mit den meisten Punkten  wurde am Ende als beste Stufe mit den besten Kostümen gekürt.

 Freitag nach der Schule hatten wir dann das Home Coming Fußballspiel. Es hatte „cats and dogs“ geregnet wie man auf Englisch so schön sagt, aber es war trotzdem super und umso lustiger. Wir standen alle zusammen unter Regenschirmen mit tausend Decken, weil es dann auch noch sehr kalt wurde. Nur die armen Cheerleader mussten weiterhin in der Kälte frieren und uns anfeuern.

Letztes Wochenende war dann der Home Coming Ball. Jedes Jahr zu Beginn des Schuljahres findet dieser Ball statt, zu dem die Schule von den Schülern dekoriert wird. Wir Mädels haben uns tolle Kleider gekauft und uns dazu passende Frisuren stecken lassen. Ich hatte das Glück, dass mich eine Mitschülerin zur Ballvorbereitung zu sich eingeladen hat, da ihre Mutter als Friseurin uns beim Stylen helfen konnte.

Nachdem wir in einem sehr coolen All Inclusive Restaurant zusammen gegessen hatten gingen wir alle gemeinsam zum Home Coming Ball.

Der Ball fand in der Cafeteria der Schule statt und es war eine spitzenmäßige Stimmung.

Die Spirit-Woche, das Home Coming Spiel und der Ball waren die High Lights des Monats.

Eure Svenja

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